images/editor/Attila_durnwalder.jpg

Amarcord - Helmuth Durnwalder fuer alle "Attila"

13 Jahre lang spielte Helmuth Durnwalder eine führende Rolle in den Reihen des SSV Brixen. Von 1983 bis 1996 in der wohl erfolgreichsten Zeit des Traditionsklubs gehörte er zu den Leistungsträgern bei den Eisacktalern, gewann mit ihnen die Meistertitel 1991 und 1992 und den Italienpokal 1988. „Attila“, wie der legendäre Hunnenkönig, wurde er von seinen Mitspielern genannt. Aber auch respektvoll von seinen Gegnern.
In 306 Spielen hat er 843 Treffer für Brixen erzielt. Das sind allein die nackten Zahlen, die aber nicht ausdrücken können, wie wichtig der Toblacher für seine Mannschaft war, als großartiger und unüberwindlicher Abwehrspieler, als intelligenter Angreifer, der die Tore lieber seinen Mitspielern überließ. Nur einmal nicht in der Saison 1989/90 in einem Heimspiel gegen Triest. Da wurde er von seinem Gegenspieler böse gefoult. Der wurde des Feldes verwiesen. „Attila“ sagte nicht viel, er ließ Tore sprechen. Durnwalder war nicht mehr zu bremsen. 11 Treffer erzielte er damals und rettete seinem Team im Heimspiel das 22:22-Unentschieden gegen den Meister. 22 Länderspiele hat er insgesamt für Italien bestritten. Nach seinem Abschied beim SSV Brixen hat Durnwalder noch tragende Rollen beim SSV Taufers in der damaligen Serie A2 und zuletzt als Spielertrainer beim SV Klausen in der Serie B gespielt. Nach einer schweren Knieverletzung musste er am Ende der Saison 2002/03 seine aktive Karriere beenden. Auch die als Fußballer, denn er war nicht nur ein begnadeter Handballer sondern auch ein außergewöhnlich guter Fußballer, der am Sonntag oft für Toblach in der Amateurliga auflief. Brixens damaliger Trainer Miki Kovacs sah es nicht gerne, dass sich einer seiner wichtigsten Spieler dem Verletzungsrisiko beim Fußball aussetzte. Aber das Fußballspielen ließ sich Durnwalder nicht nehmen. Seine Liebe zum Handball ist geblieben. Viele Jahre war der heute 57-Jährige Trainer beim ASV Hochpustetal, dann hat ihn sein Bruder zum SSV Bruneck geholt. Momentan führt Helmuth Durnwalder mit den Pustererinnen den Kreis B der Serie A2 ungeschlagen an. Nach 11 Siegen in 11 Spielen hat Bruneck die Qualifikation für das Play-off-Turnier um den Aufstieg in die Serie A1 von 29. Mai bis 2. Juni in Chieti schon geschafft. Und auch mit der Brunecker U17, die er ebenfalls betreut, ist „Attila“ in dieser Saison noch ungeschlagen.